Im Zuge der Digitalisierung der Übersetzungsbranche ist ein neues Berufsfeld entstanden: das Post-Editing maschineller Übersetzungen. Als professionell tätiger Übersetzer beschäftige ich mich seit 10 Jahren mit dem Thema maschinelle Übersetzung (MÜ) – bisher aber nur im Rahmen von Übersetzer-Konferenzen, wobei ich jedes Mal deutliche Entwicklungen in diesem Bereich beobachte und deutlich mehr Akzeptanz dieser Technologie bei den verschiedenen Akteuren der Übersetzungsbranche spüre. Viele sind der Meinung, dass die Tätigkeit des Übersetzers bald darin bestehen würde, bereits maschinell übersetzte Inhalte zu editieren, d. h. nach Kundenspezifikationen zu verbessern, solange die Maschinen noch nicht fähig sind, eine stilistisch wie fachterminologisch perfekte Übersetzung zu erzeugen.
Ich wollte mehr (und vor allem systematisch) darüber erfahren, um für die Zukunft gewappnet zu sein, deshalb habe ich das ganztägige Seminar „Maschinelle Übersetzung und Post-Editing“ besucht, das vom Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer in München veranstaltet und von der renommierten MÜ-Expertin Sara Grizzo geleitet wurde. Hier die Eckdaten:
Angaben zur Veranstaltung
| Veranstaltungsart | eintägiges Seminar in deutscher Sprache |
| Bezeichnung | „Maschinelle Übersetzung und Post-Editing“ |
| Veranstalter | BDÜ Landesverband Bayern |
| Leitung / Referenten | Sara Grizzo |
| Datum | Datum: 1. Februar 2020 von 10 bis 17 Uhr |
| Veranstaltungsort | Geschäftsstelle des BDÜ-Landesverbandes Bayern • Rottmannstr. 11 • 80333 München |
| Themenübersicht | • Theoretische Einführung in die maschinelle Übersetzung: Definition, unterschiedliche Technologien (regelbasiert, statistisch, neuronal) mit den jeweiligen Stärken und Schwächen • Post-Editing in der Praxis: Anforderungen, Workflow, Best Practices |
